Die WohnungswirtschaftMünchen

Wohnanlage München Harthof



Adresse
Lieberweg 4-16, Rathenaustraße 70, Karl-Postl-Straße 1,3, Lieberweg 5, Rathenaustraße 74
München
Bauherr
GWG München
Planer
Architektur: Steidle Architekten, München
Freiraumplanung: Stefanie Jühling, Landschaftsarchitektin, München
Haustechnik: HSL: Duschl Ingenieur GmbH, Rosenheim Elektro: Svistec GmbH, München
Bauleitung: wp Bauer Winter, Baumanagement München

Projektbeschreibung
Die neuen Gebäude beidseitig des Lieberwegs bilden das südliche Eingangssportal zur erneuerten GWG-Siedlung am Harthof. Die Architektur der neuen Gebäude nimmt den Charakter der historischen Siedlung auf. Auch der geringe Dachüberstand wurde beibehalten. Die Form des Gebäudes vor allem die Satteldächer werden hierdurch besonders wahrnehmbar. Zusätzlich betonen die markanten Giebel an beiden Stirnseiten den Charakter und bilden optisch das „Portal“. Ein weiteres Ziel war es, die Großzügigkeit der früheren Grünanlagen zu erhalten. Über eine moderate Erhöhung der Geschosszahl und durch größere Gebäudetiefen wurde eine behutsame Nachverdichtung erzielt. Diese trägt der gestiegenen Nachfrage nach Wohnraum, wie auch den gestiegenen Anforderungen an Wohnungsgröße und -qualität, Rechnung und bewahrt dennoch möglichst viel Grünflächen. In den Gebäuden führen lineare Treppenhäuser entlang der Fassade am Lieberweg zu den 75 bzw. 53 Wohnungen. Durch die Lage und Form dieser Treppenwege wird eine Art innerer, halböffentlicher Raum geschaffen, der die Kommunikation der Bewohner untereinander fördern soll. Alle Wohnungen orientieren sich zur ruhigen Gartenseite hin. Großzügige Balkone und Loggien schaffen eine Verbindung zum grünen Außenraum. Die Erdgeschosswohnungen erhielten Gartenanteile zur privaten Nutzung. Einige davon haben einen eigenen Hauseingang – eine Haus im Haus Lösung.

Zusammen mit dem Berliner Farbkünstler Erich Wiesner wurde eine Farbpalette für das gesamte Entwicklungsgebiet Harthof erarbeitet, welche sich an der ursprünglichen Farbigkeit der Siedlung orientiert, ihr jedoch Intensität und eine neue Frische verleiht. Das Gelb-orange, wie auch das frische Grün, ziehen sich in das Innere der Gebäude, im Bereich der Treppenhäuser, fort und bilden eine harmonische Verbindung zwischen Innen und Außen.

Besonderheiten
Die Gebäude sind Ersatzbauten für abgerissene nicht mehr sanierungsfähige Bestandsbauten.
Alle vorhanden Mieter wurden sozialverträglich umgesetzt.

Weitere Daten
Gesamtkosten:
Bauteil 40: 14.550.000 Euro;
Bauteil 41: 11.150.000 Euro
Anzahl der Wohnungen :
Bauteil 40: 65 geförderte Wohnungen;
Bauteil 41: 41 geförderte Wohnungen
Grundstücksgröße:
Bauteil 40: 4.432 m²;
Bauteil 41: 4.159 m²
Wohnfläche:
Bauteil 40: 4.365 m²;
Bauteil 41: 3.171 m²
BGF:
Bauteil 40: 6.315 m² (ohne UG);
Bauteil 41: 4.712 m² (ohne UG)
Durchschnittl. Wohnungsgr.:
Bauteil 40: 67 m²;
Bauteil 41: 77 m²
Fördermodell / Finanzierung: EOF, FES
Energieeffizienz: Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss des grünen Gebäudes wurde eine Wohngemeinschaft für stark behinderte Menschen unter der Leitung der Pfennigparade eingerichtet. Nicht von außen näher gekennzeichnet werden die Behinderten selbstverständliche und vollwertige Mitglieder der gesamten Wohngemeinschaft des Hauses bzw. des Quartiers.
Stellplätze, Tiefgarage, Mobilitätskonzept:
Bauteil 40: 52 Stk.;
Bauteil 41: 35 Stk.

Abbildungen
1. Foto: Stefan Müller-Naumann
2. Foto: Stefan Müller-Naumann
3. Foto: Stefan Müller-Naumann
 

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