
Wohnungsgipfel im Münchner Rathaus (Foto: LHM)
19. Mai | 9:00 - 11:00
Positive Resonanz auf Wohnungsgipfel im Münchner Rathaus
Auf Einladung von Oberbürgermeister Dominik Krause fand am Dienstagvormittag im Rathaus ein Treffen von rund 80 Akteuren aus der Münchner Wohnungswirtschaft statt. Anwesend waren Vertreter*innen von privaten Bauträgern, Genossenschaften, der Münchner Wohnen sowie Politik und Stadtverwaltung. Drei ausführlichere Impulsvorträge wurden von Vertretern der GIMA München (Genossenschaftliche Immobilienagentur München), der VMW (Vereinigung Münchner Wohnungsunternehmen) und des BfW (Verband der freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen in Bayern) eingebracht.
Intention des Wohnungsgipfels war es, Ursachen für den Einbruch beim Wohnungsbau zu identifizieren und kommunale Handlungsmöglichkeiten auszuloten, um die Neubauzahlen wieder zu steigern. Die Beteiligten nutzten die Gelegenheit, um auf bürokratische, wirtschaftliche und rechtliche Herausforderungen hinzuweisen. Häufig wurden von Vertreterinnen und Vertretern der Wohnungswirtschaft bereits konkrete Lösungsvorschläge und Ideen skizziert. Diese wurden von der Verwaltung aufgenommen und werden in den kommenden Wochen auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.
Oberbürgermeister Dominik Krause: „Wohnen ist die zentrale soziale Frage in München. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wird zunehmend zu einer Belastung für das demokratische Miteinander. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Bau von bezahlbarem Wohnraum in München signifikant zu beschleunigen. Dafür müssen Verwaltung und Politik bessere Bedingungen schaffen. Beim Wohnungsgipfel wurden von Fachleuten aus unterschiedlichen Branchen die Beschleunigung von Verfahren sowie die Reduzierung von Auflagen und Vorgaben als größte Herausforderungen genannt. Der Ball liegt jetzt bei Politik und Stadtverwaltung. Es bedarf eines gemeinsamen Kraftakts, um die Wohnungskrise in München zu bewältigen. Der Wohnungsgipfel hat gezeigt, dass der gemeinsame Wille vorhanden ist. Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den konstruktiven Austausch.“
Andreas Eisele, Präsident des Verbands der freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen in Bayern: „Als BFW Bayern begrüßen wir ausdrücklich die Initiative des Herrn Oberbürgermeisters, direkt nach seiner Vereidigung zu einem Wohnungsgipfel zu laden. Das beweist, welch große Bedeutung dieses Thema in der neuen Amtsperiode haben wird. Als Verband der mittelständischen Immobilienwirtschaft möchten wir die Entscheider dabei nach besten Kräften bei der Bereitstellung von genügend bezahlbarem Wohnraum unterstützen. Nur im engen Dialog zwischen Immobilienwirtschaft und Stadt können wir gemeinsam unsere Expertisen bündeln und dafür sorgen, dass München auch in Zukunft attraktiv bleibt.“
Thomas Schimmel, Genossenschaftliche Immobilienagentur München: „Die GIMA als Vertretung der aktiven Genossenschaften dankt für die Einladung zum Wohnungsgipfel. Unsere Mitglieder stehen für die langfristige Schaffung und Bereitstellung von bezahlbarem und qualitätsvollem Wohnen für breite Bevölkerungsschichten und für ein ,Mehr als Wohnen‘ für die gesamte Stadtgesellschaft. Um das Ziel von 50.000 Wohneinheiten zu erreichen, sind strukturelle Änderungen notwendig, die nur mit allen Akteuren aus Politik und Verwaltung erreicht werden können. Wir begrüßen den Wohnungsgipfel sehr und sichern die breite Unterstützung der Genossenschaften zu.“
Birgit Eckert-Gmell, Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen: „Die Planungs- und Bauphasen sind lang und teuer, nur mit stabilen Vorgaben können Neubauprojekte mit leistbaren Mieten von Genossenschaften und sozialen Bestandshaltern entwickelt werden. Wir setzen auf eine neue Entscheidungskultur in den Referaten der Stadt zusammen mit der neukonstituierten Stadtpolitik und nehmen eine neue Aufbruchsstimmung für ein gemeinsames Möglichmachen wahr. Auf die Fortsetzung des konstruktiven Dialogs, mit dem Ziel, mehr bezahlbaren Wohnraum für München zu schaffen, freuen wir uns.“