Die WohnungswirtschaftMünchen

Die VMW und der Mietwohnungsmarkt

Aktuelle Situation in der Landeshauptstadt München

Fast jeden Tag wird in den Medien über den angespannten Wohnungsmarkt in München berichtet. Das Thema ist wieder ganz oben auf der politischen Agenda der Münchener Stadtpolitik angekommen. Ungeachtet der medialen Aufmerksamkeit haben die wohnungswirtschaftlichen Verbände, wie der VdW Bayern, schon lange auf eine sich verschärfende Knappheit von bezahlbaren Wohnraum in den Ballungsräumen hingewiesen.

Im Jahr 2015 hat sich die Lage fast schlagartig verändert. Durch den Zuzug vieler Flüchtlinge, verstärkt durch die Not der Bevölkerung in Bürgerkriegsland Syrien, war es nicht mehr zu verdrängen: Bezahlbare Wohnungen werden dringen gebraucht!

Besonders im Ballungsraum München, der Arbeitsplätze, eine gute technische und kulturelle Infrastruktur bietet und mit einer Region mit hohem Freizeitwert lockt, konkurrieren Wohnungssuchende aus allen Einkommensschichten und Herkunftsländer, auch aus den europäischen Nachbarländern, um Wohnraum.

Die Grundstückspreise steigen unaufhaltsam weiter und machen kostengünstigen Wohnungsneubau fast unmöglich. Die Folge ist, dass oft teure Eigentumswohnungen entstehen, die an Kapitalanleger verkauft werden und für die „normale“ Münchener Bevölkerung, die in der Stadt leben und arbeiten möchte, nicht erschwinglich sind.

Aber nicht nur Mieter konkurrieren um Wohnungen, sondern auch die Akteure aus der Wohnungswirtschaft ringen mit internationalen Investoren um den Zugang zu knapp gewordenen Baugrundstücken.
Auf eigenen Grundstücken können Städte und Gemeinden am Wirkungsvollsten gegensteuern. Das hat die Landeshauptstadt München seit Einführung der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) auch immer wieder erfolgreich bewiesen. Dazugekommen ist, neben der staatlichen Einkommensorientierten-Förderung (EOF) und dem städtischen München Modell, das Modell des Konzeptionellen Mietwohnungsbaus (KMB), das Bürger, deren Einkommen oberhalb der Grenzen für geförderte Wohnungen liegt, mit Wohnraum versorgen möchte.

Dazu hat die Stadt im aktuellen Wohnungspolitischen Handlungsprogramm „Wohnen in München (WIM) VI“ festgelegt, dass bei neu ausgewiesenen Baugebieten ein nicht unerheblicher Grundstücksanteil an Wohnungsgenossenschaften vergeben wird. Genossenschaften stellen nicht nur mit ihrer stabilen Eigentümerstruktur sicher, dass die Mieten bezahlbar bleiben, sondern tragen durch ihre starke Vernetzung vor Ort zu einer lebendigen Gestaltung der Stadtviertel bei.

 

Die Mitgliedsunternehmen der VMW

In diesem Umfeld agieren die Mitgliedsunternehmen der VMW – Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen e V. Ihren Ursprung haben diese Unternehmen alle in der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft. Auch nach Abschaffung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes im Jahr 1990 sind die Mitgliedsunternehmen weiterhin ein Garant für nachhaltige und sozial verantwortungsbewusste Wohnungsbewirtschaftung in München.

In Neubauprojekten, Dachgeschossausbauten und städtebaulichen Ergänzungen auf eigenem Grund erstellen die Mitgliedsunternehmen der VMW neue Mietwohnungen. Oftmals müssen komplizierte Prozesse der Baurechtsschaffung durchlaufen werden, zudem müssen vielgestaltige Anforderungen von z.B. Denkmalschutz und Brandschutz „unter einen Hut“ gebracht werden. Dazu muss die Finanzierung der Projekte bei immer weiter steigenden Baukosten und Grundstückspreisen gelingen. Dies sind langwierige Prozesse, die die Fertigstellung eines Projektes oft erst nach Jahren intensiver Arbeit ermöglicht.

Die Wohnungsunternehmen der VMW sind die Wohnungswirtschaft München und damit ein Teil der der Erflogsgeschichte, die die Wohnungswirtschaft Deutschland schon seit über 100 Jahre für bezahlbares Wohnen schreibt.
Mehr Informationen unter www.wohnungswirtschaft.de